Anfänger
Mit Skipper sofort möglich – ohne Vorkenntnisse, ohne Schein. Mehr dazu
Pillar Guide
Ablauf, Charterarten, Kosten und Voraussetzungen – alles, was du vor deiner ersten (oder nächsten) Charter wissen musst.
Was bedeutet Segelboot chartern?
Segelboot chartern heißt, ein Segelboot oder eine Segelyacht für einen begrenzten Zeitraum zu mieten – meist eine oder zwei Wochen. Du kannst das Boot selbst führen (Bareboat), einen Skipper dazubuchen oder eine komplett betreute Yacht mit Crew wählen. Gechartert wird bei professionellen Charterbasen in den Segelrevieren weltweit.
Schritt für Schritt
Wetter, Windverhältnisse und deine Erfahrung bestimmen, welches Revier passt. Einsteiger starten am besten in geschützten Revieren wie Kroatien oder dem Ionischen Meer.
Yacht oder Katamaran, mit oder ohne Skipper, wie viele Kabinen – hier entscheidet sich Komfort und Budget.
Nach der Anfrage erhältst du ein Angebot mit Chartervertrag. Üblich sind 50 % Anzahlung bei Buchung, der Rest 4–6 Wochen vor dem Törn.
Am Starttag übernimmst du das Boot: Einweisung, Inventarliste, Technikcheck. Plane dafür in Ruhe 1–2 Stunden ein.
Du segelst deine Route – frei geplant oder mit Empfehlungen der Basis. Übernachtet wird in Marinas, an Bojenfeldern oder vor Anker in Buchten.
Rückgabe meist am Freitagabend oder Samstagmorgen: Tank auffüllen, Boot übergeben, Kaution zurückerhalten – fertig.
Drei Wege
Die Charterart entscheidet, wie viel Verantwortung du übernimmst – und wie viel Erfahrung du brauchst.
Für erfahrene Segler mit Schein
Für Einsteiger und entspannte Crews
Für maximalen Komfort
Die Bootsfrage
Für echtes Segelgefühl
Für Familien und große Crews
Voraussetzungen
Kurz beantwortet
Für eine Charter mit Skipper oder Crew brauchst du keinen Segelschein. Nur wer bareboat chartert, also selbst verantwortlich fährt, benötigt in den meisten Revieren einen Befähigungsnachweis – üblich sind SKS, SBF See plus Erfahrungsnachweis oder das internationale ICC-Zertifikat. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Land.
| Charterart | Segelschein | Erfahrung |
|---|---|---|
| Mit Skipper | Nicht erforderlich | Keine nötig |
| Crewed Charter | Nicht erforderlich | Keine nötig |
| Bareboat | Je nach Revier: SKS / ICC / SBF See | Meist Seemeilen-Nachweis sinnvoll |
Organisation
Nach der Buchung läuft alles über die Charterbasis im Revier. Beim Check-in übernimmst du das Boot mit Einweisung und Inventarliste – nimm dir Zeit und dokumentiere vorhandene Schäden mit Fotos. Beim Check-out gibst du das Boot vollgetankt und besenrein zurück.
Die Kaution deckt Schäden am Boot ab und wird beim Check-in per Kreditkarte hinterlegt. Je nach Yacht liegt sie zwischen etwa 1.500 und 5.000 Euro. Mit einer Kautionsversicherung reduzierst du dein Risiko auf eine Selbstbeteiligung von meist wenigen hundert Euro – für die meisten Crews eine sinnvolle Ausgabe. Zusätzlich empfehlenswert: eine Skipperhaftpflicht und eine Charter-Reiserücktrittsversicherung.
Budget
Die Charter selbst ist nur ein Teil der Rechnung. Diese Posten solltest du einplanen:
Passt das zu mir?
Mit Skipper sofort möglich – ohne Vorkenntnisse, ohne Schein. Mehr dazu
Katamarane und geschützte Reviere machen Segeln kinderfreundlich. Segelurlaub mit Kindern
Geteilte Charterkosten machen die Woche auf See überraschend bezahlbar.
Kleine Yachten oder Kabinencharter – Zweisamkeit mit Horizont.
Vor dem Törn
FAQ
Ja – mit Skipper oder Crew ist kein Segelschein nötig. Nur bei einer Bareboat-Charter (du führst das Boot selbst) verlangen die meisten Vercharterer je nach Revier einen Befähigungsnachweis wie den SKS oder ICC.
Charteryachten haben meist 2 bis 5 Kabinen. Üblich sind 4 bis 10 Personen; Katamarane bieten bei gleicher Länge deutlich mehr Platz.
Der Standard ist eine Woche von Samstag zu Samstag. Viele Reviere bieten auch 10- oder 14-tägige Törns an, Kurzcharter unter einer Woche sind seltener.
Für die Hauptsaison (Juli/August) am besten 6–9 Monate im Voraus. In der Nebensaison sind auch kurzfristige Buchungen mit guter Auswahl möglich.
Bareboat bedeutet: Du charterst nur das Boot, ohne Skipper oder Crew, und führst die Yacht komplett selbst – inklusive Navigation, Manövern und Verantwortung.